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Pflanzen und Pflege von Rhododendron
Heimat und Herkunft

 

Die sehr große Gattung Rhododendron ist außerordentlich vielgestaltig, sie umfast große Bäume ebenso wie flache niederliegende Matten. Es gibt allein  über 1000 verschiedene Wildarten. Die meisten sind in den  Hochgebirgen Nordwest-Chinas (Himalaya) verbreitete. Abgesehen von von den in den Alpen vorkommenden Rh. ferrugineum und Rh. hirsutum sind noch viele Rhododendron - Azaleen in den östlichen Vereinigten Staaten, auf den Balkan und in Japan beheimatet.

Wenn wir den Rhododendron in unseren Gärten und Parks den richtigen Standort geben wollen, so müssen wir uns zunächst einmal über ihren natürlichen Standortbedingungen klar werden. Deshalb ist eine deutliche Trennung zwischen den großblumigen, starkwüchsigen und den zwergwüchsigen kleinblumigen Arten erforderlich.

Die Großblumigen und starkwüchsigen Rhododendron  sind mehr oder weniger ausgesprochene Waldpflanzen. Die Zwergartigen Rhododendron gehören zur Hochgebirgsflora (Zwergstrauchgesellschaft) In ihrer Heimat stehen sie auf halbschattigen gut dranierten Rohhumusauflagen mit einen ph-Wert von 5 und erhalten durch den Gebirgsnebel eine ausreichende Menge an Feuchtigkeit. Im steinigen Untergrund wird die Wurzel stets feucht gehalten.

 

  Winterhärte

Die Winterhärte von Rhododendron ist von vielen Faktoren abhängig, z.B. Feuchtigkeitsgehalt des Bodens, Pflegezustand, Ernährungszustand, Ausreife, Standort. Austrocknende Winde und Wintersonne sind genau so gefährlich wie trockene Südlagen. Alle besonders frühblühende Arten und Sorten (Rh. dauricun., Rh. praecox, Rh. williamsianum Hybriden benötigen einen Spätfrost geschützten Standort. Auch eine optimale Ernährung erhöht die Winterhärte. (siehe Düngemaßnahmen). Die Frosthärte ist bei allen Sortenbeschreibungen angegeben. Frosthärten von über -2o° sind für die meisten Gebiete Deutschland voll ausreichend. Stehen Rhododendron vor der Wintersonne geschützt in Schatten von Bäumen oder Gebäuden so vertragen fast alle Sorten -4° bis -6° mehr Kälte als angegeben. Rhododendron mit geringerer Frosthärte als -20° sollten immer einen solchen geschützten Standort erhalten.

    

.Bodenarten und Bodenvorbereitung

Nicht nur in Laienkreisen besteht die irrige Ansicht, daß Rhododendron nur im Moorboden wachsen und daß solcher Boden unbedingt beschafft werden muß. Das stimmt nicht ! Moorböden sind viel zu sauer, mit ph- Werten von 3-4 und auch darunter. In einen derart sauren Boden werden Rhododendron stark geschädigt. Nach Zumischung von 40-50% Gröberen Sand oder sandige Gartenböden kann man aber auch Moorboden Luft und wasserdurchlässig machen und den ph-Wert so anheben das darin Rhododendron gepflanzt werden können.

Bei allen Bodenarten muß der Untergrund durchlässig sein oder durch Auflockerung durchlässig gemacht werden. Überschüssiges Wasser muß versickern können, und Staunässe vermieden werden.     

Pflanzen gedeihen nur innerhalb des ihnen zusagenden pH-Bereichs mit anderen Worten, jede Pflanze ist an den pH-Wert des Bodens ihres Heimatstandortes gebunden. Zur Pflanzung der großblumigen Rhododendron reicht aber auch ein lockerer homoser Gartenboden mit einen ph-Wert von 4.5 bis 5.2. Werte unter pH 7.0 bezeichnen den sauren Boden, darüber den alkalischen. Rhododendron benötigen also einen sauren Boden. Man muß den Boden also untersuchen lassen. Mit den in Fachgeschäften für Gartenbedarf erhältlichen Pehameter ( Hellige- Pehameter, ph Meter 3000) kann diese Messungen auch selbst vornehmen.  

Im normalen Gartenboden erhält man den erforderlichen Säuregrad durch den Zusatz Walderde oder Torf. Den Aushub des Pflanzloches mit der gleichen Menge Torf mischen und dann wieder zum Pflanzen benutzen. Dabei ist darauf zu achten das der Torf nur in gut durchfeuchteten Zustand verwendet wird. 

Andere Bodenarten die für Rhododendron geeignet sind.  

Heide-, Humus und Waldböden brauchen meistens nur wenig verbessert werden. Waldboden mit lockeren Kiefernbestand ist der Idealsten Standorte für Rhododendron.

Leichte Sandböden: Leichte Sandböden sind gut wasserdurchlässig und  gut durchlüftet, trocknen aber schnell aus und enthalten meistens nur wenig Nährstoffe. Die Böden können  durch Einbringen von organischen Material wie Lauberde, gut verrotteten Laub, gut durchfeuchteten Torf  oder Rhododendron Pflanzerde so verbessert werden. Das eine Rhododendron - Pflanzung auch möglich ist.

Mittlere Lehmböden mit Sandgehalt lassen sich auch noch durch Einbringen von organischen Material wie Lauberde, gut verrotteten Laub, gut durchfeuchteten Torf  oder Rhododendron Pflanzerde so verbessert werden. Das eine Rhododendron - Pflanzung auch möglich ist.

Schwere Lehm und Tonböden können nicht so verbessert werden das Rhododendron gepflanzt werden  können. Hier muß der Boden im vorgesehenen Pflanzbereich ausgetauscht werden. Dabei wird der vorhandene Boden etwa 40-50cm tief ausgehoben und durch obengenannte Bodenarten ersetzt. Ist die untere Bodenschicht nicht Ausreichend wasserdurchlässig muß der Untergrund tief aufgelockert werden oder diese Bodenschicht auch ausgehoben werden und durch eine Dränschicht aus groben Sand oder Kies ersetzt werden. Überschüssiges Wasser muß versickern können.

  Pflanzen

 

Die Pflanzgrube muß 3-4 breiter und doppelt so tief wie der Wurzelballen ausgehoben werden. Der Bodenaushub sollte im Verhältnis 1:1 mit durchfeuchteten Torf oder Rhododendron Pflanzerde vermischt bei der Pflanzung verwendet werden. Bei der Pflanzung darf kein Dünger beigemischt werden, da sie leicht zu Wurzelverbrennungen führen kann.

Vor den Pflanzen werden die Rhododendron- Ballen eine halbe Stunde oder noch länger getaucht damit sie sich voll Wasser saugen können. Ballentrockene Rhododendron pflanzen ist ein sicherer Fehlschlag. Nach den Einsetzen der Pflanze wird die Pflanzerde so um den Ballen verteilt das keine Hohlräume entstehen können. Danach wird die Erde leicht angetreten. Rhododendron dürfen nicht zu tief gepflanzt werden. Der Rhododendronballen sollte nur 3-5 cm dick mit Erde bedeckt werden.

Zweckmäßig ist nun das Anlegen einer kleiner Gießmulde um den Stamm herum und das gründliche Angießen (etwa 10-12 Liter Wasser). Rhododendron dürfen nicht eingeschlämmt werden. Bei Trockenheit in den nachfolgenden Tagen oder Wochen muß das Gießen wiederholt werden, damit bis zum Anwachsen der Pflanze eine natürliche Bodenfeuchtigkeit (nicht Nässe) gesichert bleibt.    

 

  Lichtbedürfnisse

Rhododendron wachsen am besten im Halbschatten. Um einen Halbschatten zu erhalten sind hochkronige Bäume mit tiefgehenden Wurzeln wie Eichen, Kiefern, Lärchen, Magnolien, Zierkirschen am besten geeignet. Bei entsprechenden Abstand sind auch Serbische Fichten, Tannen und hohe  Zypressen geeignet. Bäume wie Ahorn, Birke, Buche, Kastanie, Linde, Pappel und Weide sind Flachwurzler und weniger oder gar nicht geeignet. In Ihrer nähe sollten Rhododendron nicht gepflanzt werden. Diese Arten können aber aus weiter Entfernung als Schattenspender dienen. Wichtig ist die Schattierung gegen zu heiße Sonnenbestrahlung in den Mittagsstunden 11-15 Uhr. Rhododendron sind keine Schattenpflanzen. In tiefen Schatten wachsen Rhododendron zu locker und Blühen weniger.   

  Wasserbedürfnis

Rhododendron haben wie alle immergrünen Gehölze einen sehr großen Feuchtigkeitsbedarf, da sie ständig zu allen Jahreszeiten Wasser verdunsten. Bei Hochsommerlichen Tagestemperaturen von über 30° C kann der Boden sehr trocken werden. Dann müßen Rhododendron wie alle anderen Pflanzen gründlich gewässert werden.

Um Frostschäden soweit wie möglich zu vermeiden sollten Rhododendron vor den Winter noch mal gründlich gewässert werden.

 

 
Nährstoffversorgung  Düngen

  (in Vorbereitung)

 
Pflegearbeiten

  (in Vorbereitung)

 
Krankheiten und Schädlinge  
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